*|MC:SUBJECT|*
Wenn dieser Newsletter nicht richtig dargestellt wird, bitte hier klicken.

NEUES INFORMATIONSFORMAT

Monatsreport 11-20

 
Jugendsozialarbeit im Paritätischen
 
Wir melden uns mit dem letzten Monatsreport in 2020 und hoffen Sie alle gesund anzutreffen. Danken möchten wir hiermit allen, die Kinder und Jugendliche beim Durchstehen dieser Zeiten unterstützen und in Kitas, Schulen, Einrichtungen, Institutionen und Organisationen mit sehr großem Engagement und teils über ihre Kräfte hinaus beständig arbeiten.

Wir hoffen, dass Sie den Jahreswechsel für Ruhe und Entspannung nutzen können, und freuen uns auf ein Wiederlesen im Januar.

Ihr Team der Jugendsozialarbeit im Paritätischen!

Aktuelles

Veröffentlichung des 16. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung "Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter"

Es ist einmalig, dass sich ein Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung mit dem Thema der politischen Bildung so explizit und ausführlich beschäftigt. Die Sachverständigenkommission fordert zusammenfassend, dass eine Aufwertung und Stabilisierung des Praxisfeldes der politischen Bildung sowie eine breite Verankerung für junge Menschen erfolgen muss - von der Kita bis zu Ausbildung und Studium, im schulischen wie in außerschulischen Bereichen. Politische Bildung und die Ermöglichung von Mitsprache und Partizipation junger Menschen gehören unmittelbar zusammen. Empfohlen wird, das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen.
Hier lesen Sie unsere Fachinfo mit Link zum Bericht (Weblink).

Einbeziehung schwer zu erreichender junger Menschen in die Grundsicherung – eine Erfolgsgeschichte?

Bis vor wenigen Jahren rutschten schwer erreichbare Jugendliche leicht durch die Maschen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Mit der in § 16h SGB II geschaffenen Möglichkeit einer aufsuchenden Sozialarbeit wurde ein vielversprechender Schritt unternommen, um dies zu ändern. Dies zeigen erste Befunde der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB).
Hier gibt es mehr Informationen (Weblink).

FiBS-Studie: Corona lässt Jugendarbeitslosigkeit
deutlich steigen

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren deutlich gesunken ist, weisen nun erste Studien darauf hin, dass sich diese im Zuge der Corona-Krise verschärfen wird. Dabei sind die Berufschancen geringqualifizierter junger Männer deutlich schlechter als die junger Frauen. Als Grund werden zum einen die unterschiedlichen Berufspräferenzen und Ausbildungswege benannt, zum anderen eine bessere Entwicklung der Berufe, die eher von Frauen gewählt werden. Diese und weitere Kernergebnisse zeigt die aktuelle Analyse des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS).
Weitere Informationen erhalten Sie hier (Weblink).

Zweite Befragungsrunde: JuCo - Junge Menschen und ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie

Im April diesen Jahres wurde die Befragung "JuCo - Junge Menschen und ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie" durchgeführt. Nun ist eine zweite Runde gestartet. Junge Menschen ab 15 Jahren konnten sich zu ihren Erfahrungen während der Corona-Pandemie und den Veränderungen der letzten Monate äußern. Mit ersten Ergebnissen ist Anfang 2021 zu rechnen.
Zu den Ergebnissen der ersten Befragung gelangen Sie hier (PDF).

Studie zu Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit während der Corona-Pandemie

Die weitreichenden Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus haben zum Teil erhebliche Veränderungen im Handeln der Sozialen Arbeit geführt. Die Gewerkschaft ver.di und die Hochschule Fulda haben im März und April diesen Jahres erforscht, ob sich die berufliche Situation in der Sozialen Arbeit von den Arbeitsbedingungen vor Ausbruch der Corona-Pandemie unterscheidet und was seit dem ersten Lockdown in dem jeweiligen Handlungsfeld geschehen ist.

Nun lief bis Ende November eine zweite Befragung in Kooperation von ver.di und der Hochschule Fulda, im Rahmen des Projektes „Soziale Arbeit Macht Gesellschaft: Bedingungen und Wahrnehmungen von Professionalität während der Corona-Pandemie“. Die Ergebnisse der Befragung sollen Anfang 2021 auf einer Onlinekonferenz präsentiert und mit verschiedenen (berufs-)politischen Akteur*innen diskutiert werden.
Hier geht's zu den Ergebnissen der ersten Studie (PDF).

Wir gratulieren: Auszeichnung für Corona Diaries!

Die Corona Diaries unserer Mitgliedsorganisation Medienprojekt Wuppertal erhielten auf dem digitalen Medienfestival in Dresden eine Auszeichnung beim Deutschen Multimediapreis mb21 in der Altersgruppe der 16- 20-Jährigen. In Wuppertal und Umgebung produzierten junge Menschen im Frühjahr über 3 Monate nach den Corona-bedingten Schulschließungen Kurzfilme als Tagebuch in der Corona-Krise, in denen sie mit Kameras und Handys die Ereignisse in ihrem Leben, ihren Familien und in ihrem Umfeld dokumentieren und ihre Gefühle und Gedanken reflektieren.

Der Deutsche Multimediapreis mb21 wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum sowie dem Medienkulturzentrum Dresden veranstaltet mit Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Landeshauptstadt Dresden.
Die auf dem Youtube-Kanal des Medienprojekts Wuppertal veröffentlichten Kurzfilme zeigen ein digitales Tagebuch der Krise aus junger Perspektive. (Weblink zur Playlist)

Veröffentlichungen

EU-Bildungsbericht 2020 veröffentlicht

Der EU-Bildungsbericht bescheinigt deutschen Schulen mangelhafte IT-Ausstattung, Defizite der Lernenden bei digitalen Kompetenzen, beim Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften und nach wie vor eine unterdurchschnittliche Beteiligungsquote an der Erwachsenenbildung (EU-Ziel 15 %, EU-Durchschnitt 10,2 %, Deutschland 8,2 %). Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am BIP ist von 4,3 Prozent im Jahr 2009 auf 4,2 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Er liegt damit unter dem EU-Durchschnitt von 4,6 Prozent. In den länderspezifischen Empfehlungen des Europäischen Semesters 2020 wird Deutschland von Seiten der Europäischen Kommission nahegelegt, „schwerpunktmäßig in Bildung zu investieren“.
Hier gibt es mehr Informationen und den Link zum Bericht (Weblink).

Paritätische Handreichung: Der Zugang zur Berufsausbildung und zu den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und junge Neuzugewanderte

Die Handreichung ist im Juli diesen Jahres als PDF veröffentlicht worden und wird derzeit gedruckt. Für die Zusendung der Broschüre senden Sie eine E-Mail an jsa@paritaet.org.

In Teil 1 der Broschüre wird ein Überblick über ausgewählte Förderinstrumente und ausbildungsfördernde Leistungen sowie weitere mögliche Unterstützungsangebote seitens der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter gegeben. In Teil 2 werden die ausländerrechtlichen Voraussetzungen zur Ausbildungsförderung je nach Aufenthaltsstatus einer Person dargestellt und mit Praxistipps, Beispielen und Hintergrundinfos angereichert. In Teil 3 sind hilfreiche Links aufgeführt.
Hier gibt es den Link zum PDF (Weblink).

Paritätische Arbeitshilfe: Ausbildung und Arbeit als Wege zu einem sicheren Aufenthalt? Die Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung

Die Neuregelungen der Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung sollen dazu dienen, geduldeten Personen, die sich in einem Berufsausbildungs- oder einem sonstigen Beschäftigungsverhältnis befinden, einen rechtssicheren Aufenthalt zu ermöglichen und eine Bleibeperspektive aufzuzeigen. Daneben verspricht die Gesetzesbegründung Rechtssicherheit für Arbeitgeber*innen, Beschäftige und ihre Familien.
Tatsächlich sind die Voraussetzungen für die Erteilung dieser beiden Duldungsformen jedoch so voller Hürden gestaltet, dass sich schon jetzt die Frage stellt, wie viele Personen überhaupt die Chance auf ihre Erteilung haben werden. Rechtssicherheit hätte darüber hinaus vorausgesetzt, dass eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird – und nicht lediglich eine Duldung, die insbesondere potentiellen Arbeitgeber*innen noch immer suggeriert, dass der Aufenthalt und Verbleib der betreffenden Person in Deutschland eben gerade nicht sicher ist.

Trotz aller genannten Schwierigkeiten und Kritik an den Neuregelungen soll die vorliegende Arbeitshilfe dazu dienen, sowohl die Ausbildungs- als auch die Beschäftigungsduldung in der Praxis besser handhabbar zu machen und ihren Anwendungsbereich – soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen möglich ist – zu vergrößern.
Hier gelangen Sie direkt zum PDF (Weblink).

Der Paritätische Armutsbericht 2020

Mit 15,9 Prozent hat die Armutsquote in Deutschland einen historischen Wert erreicht. Es ist die größte gemessene Armut seit der Wiedervereinigung. Über 13 Millionen Menschen sind betroffen. Machte der letzte Paritätische Armutsbericht noch Hoffnung auf fallende Zahlen, so zeigt die aktuelle Auswertung wieder einen klaren Aufwärtstrend, beginnend am Tiefstpunkt in 2006 mit 14,0 Prozent bis hin zum aktuellen traurigen Spitzenwert. Es ist ein Anstieg um fast zwei Prozentpunkte bzw. fast 14 Prozent.

Das höchste Armutsrisiko haben nach wie vor Arbeitslose (57,9 Prozent), Alleinerziehende (42,7 Prozent), kinderreiche Familien (30,9 Prozent), Menschen mit niedriger Qualifikation (41,7 Prozent) und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (35,2 Prozent). Bezeichnend ist, dass die Armutsquote bei all diesen ohnehin seit Jahren besonders armutsbetroffenen Gruppen von 2018 auf 2019 noch einmal zugenommen hat.
Hier gibt es mehr Informationen.

Neues aus dem Kooperationsverbund

6. Monitor Jugendarmut 2020: Rund ein Viertel aller Armutsgefährdeten in Deutschland sind unter 25 Jahren

Im Monitor „Jugendarmut in Deutschland“ stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. alle zwei Jahre Daten und Fakten zur Situation benachteiligter junger Menschen zwischen 14 und 27 Jahren zusammen. Der Monitor „Jugendarmut in Deutschland 2020“ beleuchtet insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Perspektiven benachteiligter Jugendlicher. Insgesamt sind rund 13,2 Mio. Menschen in Deutschland armutsgefährdet. Davon sind ein Viertel bzw. 3,2 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren.
Hier gibt es mehr Informationen (Weblink).

In eigener Sache

Jahresrückblick 2020

Was waren die Themen der Jugendsozialarbeit in 2020? Wo gab es Erfolge, wo Rückschläge? Im Dezember pausiert der Monatsreport, wir werden uns jedoch noch einmal in einem Sondernewsletter mit einem Jahresrückblick aus Paritätischer Sicht melden.

Veranstaltungen

Paritätische Handreichung:
Digitale Räume für analoge Veranstaltungen

Wie gestalte ich attraktive Online-Workshops und Videokonferenzen? Wie kann ich Kongresse, Arbeitstreffen, Vorträge o.ä. digital umsetzen? Unsere Handreichung bietet erprobtes Wissen und Tipps zur Organisation von Online-Meetings. Sie bietet Hinweise und Checklisten für die Durchführung verschiedener Veranstaltungstypen und stellt diverse hilfreiche Online-Tools vor.
Hier geht's direkt zur Handreichung und mehr Nützlichem.
Copyright © 2020 Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V., Alle Rechte vorbehalten.

Unsere Adresse lautet:
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Oranienburger Str. 13-14
D-10178 Berlin

Nehmen Sie uns in Ihr Adressbuch auf.

Unsere E-Mail-Adresse lautet:
newsletter-redaktion@jugendsozialarbeit-paritaet.de

Unsere Homepage ist:
http://www.jugendsozialarbeit-paritaet.de
S
U
B
M
E
N
Ü