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NEUES INFORMATIONSFORMAT

Monatsreport 10-20

 
Jugendsozialarbeit im Paritätischen
 
Zur Jugend gehören besonders Konzerte, Treffen, gemeinsame Erlebnisse - umso schmerzlicher werden Verlust und Verbote empfunden. Bei aller Kritik für unbedarftes Verhalten möchten wir hier für Verständnis werben.
Auch Jugendlichen gehen diese Zeiten nah, auch sie sind betroffen durch Einschränkungen, die nicht nur die Freizeit betreffen. Ausbildung, Schulbetrieb, Hilfen sind gefährdet.

Lesen Sie folgend, was uns wichtig ist, und bleiben Sie gesund,

Ihr Team der Jugendsozialarbeit im Paritätischen!

Aktuelles

Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf eines neuen Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

(27.10.2020) Die BAGFW würdigt das Vorgehen des BMFSFJ, die Einschätzungen aus dem Dialogprozess „Mitreden-Mitgestalten“ zu berücksichtigen und in den Entwurf zu integrieren. Dies gilt insbesondere für die Stärkung der Rechte der Kinder und Jugendlichen über die Neuregelungen zur Selbstvertretung (§ 4a SGB VIII), den Beratungsanspruch gemäß § 8 Abs.3 SGB VIII, die verbindliche Einführung der Ombudsstellen in § 9a SGB VIII, die Stärkung der allgemeinen Beratungspflicht über § 10a SGB VIII sowie die positiven Modifizierungen und Neuerungen in Bezug auf junge Volljährige, die Nachbetreuung und Übergangsregelungen.
Hier lesen Sie die gesamte Stellungnahme mit Forderungen (PDF).

AGJ-Diskussionspapier: Jugendsozialarbeit in Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe

Der Auftrag der Jugendsozialarbeit besteht in der Förderung der schulischen, beruflichen und sozialen Integration junger Menschen. Sie soll zur Herstellung von Chancengleichheit vor dem Hintergrund unterschiedlicher individueller Lebenslagen beitragen und jungen Menschen bessere Bildungschancen und mehr gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Es ist jedoch zu beobachten, dass sich die Kinder- und Jugendhilfe in den letzten Jahren fiskalisch wie auch konzeptionell zunehmend aus der Jugendsozialarbeit zurückgezogen hat. Dadurch entstandene Lücken in einer bedarfsgerechten Unterstützung junger Menschen machen eine Neupositionierung und -gewichtung der Jugendsozialarbeit erforderlich.

Das Diskussionspapier lesen Sie hier (Weblink).

Paritätische Positionen für mehr Bildungsgerechtigkeit

Für den Paritätischen ist die aktuelle Situation Anlass, sich zu Fragen von Bildung und hier insbesondere der schulischen Bildung zu äußern und entlang dreier Punkte Erfordernisse für einen Ausgleich von Bildungsbenachteiligungen zu diskutieren: das Ende der Abhängigkeit von Bildungserfolgen von der monetären Situation junger Menschen, die Sicherstellung, dass allen jungen Menschen ihr Recht auf Bildung gewährt wird und eine Ausstattung der Schulstandorte bzw. sozialräumlichen Lernorte, die bundesweit vergleichbare Bildungs- und Teilhabechancen gewährt.

Das Papier "Aus Corona lernen – schulische Bildungsbenachteiligung überwinden. Paritätische Positionen für mehr Bildungsgerechtigkeit" finden Sie hier (Weblink).

JugendPolitikTage 6. bis 9. Mai 2021: Jetzt bewerben!

Ab sofort können sich 16 bis 27Jährige aus der ganzen Bundesrepublik auf die JugendPolitikTage 2021 bewerben. Die JugendPolitikTage sind ein gemeinsames Projekt des Bundesjugendministeriums (BMFSFJ) und der Jugendpresse Deutschland – für mehr Jugendbeteiligung in der Politik.

Auf den JugendPolitikTagen (JPT) haben 450 Jugendliche die Möglichkeit, Politik auf Bundesebene zu diskutieren und mitzugestalten.

Hier gibt es alle Informationen, Anmeldeschluss ist der 11. Januar 2021. Bei der Online-Anmeldung ist zu beachten, dass es sich lohnt sich vorab Gedanken zu machen um die dort gestellten Fragen beantworten zu können: "Warum möchtest du zu den JPT kommen? Wo hast du dich bisher engagiert bzw. wo könntest du dich in Zukunft engagieren? Wo ist dir zuletzt soziale Ungleichheit unter Jugendlichen aufgefallen oder begegnet?" (Zitat JPT)

Jugend-Check zu zwei Gesetz-Entwürfen des BMFSFJ

Das Kompetenzzentrum Jugend-Check (KomJC) hat zwei Gesetzentwürfe geprüft:

Geprüft wurde der "Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG)" (Stand: 05.10.2020) - Jugend-Check als PDF (Weblink).

Geprüft wurde der "Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder" (Stand: 21.10.2020) - Jugend-Check als PDF (Weblink).

Der Jugend-Check ist ein Bestandteil der Jugendstrategie der Bundesregierung. Finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Neben der Prüfung von Gesetzesvorhaben auf ihre Auswirkungen auf junge Menschen hat das KomJC den Auftrag, auch darüber hinaus für eine jugendgerechte Gesetzgebung zu sensibilisieren.Am KomJC arbeitet ein interdisziplinäres Team aus zehn Personen. Die sozialwissenschaftlichen, volkswirtschaftlichen und juristischen Hintergründe sowie fachpolitischen Erfahrungen der Teammitglieder ermöglichen die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven und methodischer Kompetenzen und bilden damit die notwendige Voraussetzung für eine adäquate Durchführung des Jugend-Checks.

Erste Ergebnisse zum Medienumgang in Zeiten von Covid-19 aus der JIM-Studie 2020

Wie sieht der Medienumgang von Schülerinnen und Schülern in Zeiten der Covid-19-Pandemie aus? Welche Hindernisse sehen sie beim Homeschooling und welche Veränderungen lassen sich beim Gerätebesitz und bei der Gerätenutzung im Vergleich zu den Vorjahren feststellen? Um diese und weitere Fragen geht es in der aktuellen Erhebung aus der Studienreihe Jugend, Information, Medien (JIM), in der vom 08. Juni bis 20. Juli 2020 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland befragt wurden. Die JIM-Studie 2020 wird Ende des Jahres veröffentlicht werden.
Erste Ergebnisse werden hier vorgestellt (PDF).

Digital optimal? Studie über Schulen, Ausstattung und Chancengerechtigkeit

In Deutschland verfügen Achtklässlerinnen und Achtklässler an Gymnasien im Durchschnitt über höhere Digitalkompetenzen als Gleichaltrige an Schulen, die keinen oder nicht ausschließlich einen gymnasialen Bildungsgang anbieten (Nicht-Gymnasien). Etwa jedem zehnten Nicht-Gymnasium gelingt es jedoch, dieses Muster zu durchbrechen und ein überdurchschnittlich hohes Maß an Digitalkompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern. An diesen sogenannten digitalen Optimalschulen passen die technische Ausstattung, die vor allem fachspezifisch ausgerichtete Fortbildung des Kollegiums sowie der reflektierte didaktische Einsatz digitaler Medien im Unterricht besonders gut zusammen. Technisch sind diese Schulen dabei nicht umfangreicher ausgestattet als andere Schulen. Dies zeigt die Studie „Digitales Potenzial“ im Auftrag der Voda-fone Stiftung Deutschland, die Prof. Dr. Birgit Eickelmann und PD Dr.Kerstin Drossel von der Universität Paderborn auf Basis der Daten der ICILS-Studie 2018 erstellt haben. (Text PM Vodafone Stiftung Deutschland)
Hier gelangen Sie direkt zur Studienseite (Weblink).

Neues aus dem Kooperationsverbund

Gegenwartsrelevante Kinder- und Jugend(sozial)arbeit

Die gemeinsame Kampagne „Wir sind #zukunftsrelevant“ der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA) hat in den Sommerferien gezeigt: Die evangelische Kinder- und Jugendarbeit und die evangelische Jugendsozialarbeit waren flexibel, einfallsreich und verantwortungsvoll aktiv - unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Krise.
Hier gibt es mehr Informationen und Stimmen zur Kampagne (Weblink).

In eigener Sache

Trans*- und Inter*-Beratung im Paritätischen –
Wir stärken unsere Strukturen!

Aus Paritätischer Sicht bedarf es in Deutschland mehr Beratung und Unterstützung für intergeschlechtliche sowie transgeschlechtliche Menschen sowie deren Angehörige. Sozialpädagogisches Fachpersonal braucht zudem mehr Know-how. Denn bislang erfolgten Beratung und Unterstützung vor allem auf ehrenamtlicher Basis und reichen längst nicht aus. Professionalisierte Peer-Beratung und psychosoziale Beratung allgemein müssen mit Blick auf geschlechtliche Vielfalt dringend ausgeweitet werden.

Das vom Paritätischen bis zum Jahresende laufende Projekt „Geschlechtliche Vielfalt & diskriminierungsfreie Teilhabe: Fort- und Weiterbildungsangebote zu inter* und trans*- Beratung im Paritätischen“ will sich dem annehmen. Auch wir müssen und können da noch besser werden. Sexuelle und reproduktive Rechte spielen in den Paritätischen Strukturen zwar bereits jetzt eine wichtige Rolle. Jedoch sind die Themen der geschlechtlichen Vielfalt bundesweit noch nicht in allen Paritätischen Einrichtungen als Querschnittsthemen präsent. Dies soll sich durch das Projekt ändern.

Wir bieten fünf Online-Seminare im Bereich inter* und fünf Online-Seminare im Bereich trans* an.

Ziel ist, mit Mitarbeiter*innen aus allen Feldern der Sozialen Arbeit in Kontakt zu kommen, die bislang keine oder kaum Beratungskompetenz zu den Themen inter* und trans* aufgebaut haben und hierzu Know-how aufbauen möchten. Dadurch sollen neue Multiplikator*innen gewonnen werden, die in ihren Einrichtungen, Organisationen und Paritätischen Strukturen vor Ort das Wissen weitergeben können. Kooperationspartner sind das Paritätische Bildungswerk und der BV Trans*. Die Veranstaltungen finden von Oktober bis Dezember 2020 statt. Nähere Informationen zu den Online-Seminaren finden Sie unter: https://www.der-paritaetische.de/veranstaltung.

Veranstaltungen

Hybride AGJ-Fachtagung zum
16. Kinder- und Jugendbericht

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ richtet als Forum und Netzwerk der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland nach Veröffentlichung eines jeden Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung traditionell eine Fachveranstaltung in Kooperation mit der Sachverständigenkommission aus. Die Fachtagung zum mit Spannung erwarteten 16. Kinder- und Jugendbericht wird am 28./29. Januar 2021 in Berlin und online stattfinden. Sie markiert den Auftakt des fachpolitischen Austauschs über die Erkenntnisse und Empfehlungen des Berichts. Dafür werden Mitglieder der Sachverständigenkommission des 16. Kinder- und Jugendberichts dessen zentrale Ergebnisse vorstellen und diese gemeinsam mit den Teilnehmer*innen diskutieren. Anmeldeschluss ist am 10. Dezember 2020.
Hier geht's zur Anmeldung und zum Programm (Weblink).

17. DJHT 2021: Anmeldezahlen für Präsenzmesse und Fachkongress ein voller Erfolg

Die Anmeldeverfahren für die Präsenzfachmesse und den Fachkongress sind derzeit abgeschlossen und die Zahlen sprechen von einem vollen Erfolg. 381 Aussteller*innen werden sich im nächsten Jahr auf der Fachmesse von Europas größtem Jugendhilfegipfel präsentieren. Zurzeit wird des Weiteren mit Hochdruck an der Entwicklung einer digitalen Aussteller*innenbereichs für den 17. DJHT gearbeitet. Alle Aussteller*innen der Präsenzmesse können dann kostenfrei auf der digitalen Fachmesse auftreten. Zudem sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch andere Organisationen die Möglichkeit erhalten, einen digitalen Messestand zu buchen. Darüber hinaus haben die AGJ-Mitgliedsorganisationen und AGJ-Partner*innen 276 Fachveranstaltungen eingereicht. Der AGJ-Vorstand wird Anfang Dezember 2020 beschließen, welche Veranstaltungen final durchgeführt werden können. (Text AGJ)
Oben: Photo by Anthony DELANOIX on Unsplash.
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