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NEUES INFORMATIONSFORMAT

Monatsreport 06-20

 
Jugendsozialarbeit im Paritätischen
 
Die Ferienzeit beginnt und wir wünschen Ihnen angenehme freie Tage! Bitte beachten Sie, dass der Monatsreport im Juli pausiert und Sie im August wieder wie gewohnt von uns lesen. Aber jetzt erwartet Sie erst einmal die Juni-Ausgabe mit wichtigen Informationen zur Jugendsozialarbeit. Bleiben Sie gesund,

Ihr Team der Jugendsozialarbeit im Paritätischen!

Aktuelles

Verbund- und Auftragsausbildung auch über etablierte Ausbildungsdienstleister möglich – Eckpunktepapier „Ausbildungsplätze sichern“ veröffentlicht

Am 24.06.2020 hat das Kabinett das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" beschlossen, zudem unter anderem auch die Verbund- und Auftragsausbildung für Kleine und mittlere Unternehmen (kurz KMU) gehört. Bis 30. Juni 2021 können jeweils für ein halbes Jahr Auszubildende statt im eigenen Betrieb, der von der COVID19-Krise in erheblichem Umfang betroffen ist (Umsatzeinbrüche um 60 % April/Mai 2019/2020 im Vergleich oder mindestens ein Monat Kurzarbeit in I/2020) in einem anderen Betrieb, einer überbetrieblichen Bildungsstätte (ÜBS) oder bei einem anderen etablierten Ausbildungsdienstleister für mindestens sechs Monate ausgebildet werden.

Weiter wird zur Auftrags- und Verbundausbildung die Expertise der Allianz für Aus- und Weiterbildung eingebunden.

Die Förderrichtlinien werden jetzt zügig in den zuständigen Institutionen erarbeitet. Diese Förderrichtlinien werden auch die konkreten Voraussetzungen der Förderungen benennen sowie die Stellen, bei denen die Förderungen beantragt werden können.

Antragsberechtigt sind KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus anderen KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen und ÜBS sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende aus KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden.

Das Förderprogramm wird nicht über die Bundesagentur für Arbeit abgewickelt werden, die Prämien für Auftrags- und Verbundausbildung werden sich voraussichtlich an den Durchschnittspreisen für BaE (Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen) orientieren.
Hier gelangen Sie zum Eckpunktepapier (PDF).

Auswirkungen der Coronakrise auf die psychische Gesundheit junger Menschen

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) erforschen die Folgen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Es ist bundesweit die erste Studie dieser Art, wie das UKE bekanntgab. 1.000 Minderjährige zwischen 11 und 17 Jahren sowie 1.500 Eltern von 7- bis 17-Jährigen würden dazu online befragt. Erste Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen.

Die Studie umfasst Fragen zum Umgang der jungen Menschen mit der Krise, zu den Bereichen Schule, Freunde und Familie, zu psychischen Problemen wie Ängsten und Depressionen und zu psychosomatischen Beschwerden. Auch das Familienumfeld, der Medienkonsum und Ernährungsgewohnheiten werden beleuchtet.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die Corona-Krise mit den einhergehenden Veränderungen im sozialen Leben zu verringerter gesundheitlicher Lebensqualität und mehr psychischen Auffälligkeiten führt. Das UKE kooperiert bei der Studie mit dem Jugend- und Gesundheitswissenschaftler Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin, dem Robert Koch-Institut (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Jugend im Shutdown – Neue Themenreihe des Pressenetzwerks für Jugendthemen

Covid-19 verändert die Welt dramatisch – auch das Leben von Jugendlichen. Das Pressenetzwerk für Jugendthemen e.V. (pnj) beleuchtet deshalb in einer neuen Artikelreihe die Situation junger Menschen in unterschiedlichen Ländern sowie in deutschen Jugendszenen. Das Angebot richtet sich sowohl an interessierte Leser*innen wie auch an Medienschaffende.

Im Fokus der allgemeinen Nachrichtenberichterstattung stehen die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben in Familien, die Arbeitswelt, die Folgen für die Wirtschaft, das Dilemma geschlossener Schulen – der Shutdown unserer Zivilgesellschaft. Vergleichsweise wenig erfahren wir, welche Konsequenzen der globale Stillstand für die Jugend bedeutet. Bildung und Ausbildung, internationale Jugendbegegnung, die Chancen, das eigene Heranwachsen bzw. das Leben selbstbestimmt zu gestalten – plötzlich brechen Strukturen in sich zusammen, die dazu nötig sind.
Hier gelangen Sie zur Website.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB): In der Covid-19-Rezession muss auch die duale Berufsausbildung abgesichert werden

Das System der dualen Berufsausbildung gerät durch die Corona-Krise stark unter Druck. Insbesondere für ungelernte Jugendliche könnten sich die langfristigen Arbeitsmarktperspektiven deutlich verschlechtern. Auch die langfristigen Folgen für die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit dringend benötigten Fachkräften wären fatal. In dieser Situation ist ein flächendeckender, zeitlich befristeter Ausbildungs- und Übernahmebonus für die Betriebe sinnvoll.

Den vollständigen Beitrag finden Sie im Online-Magazin IAB-Forum.

AGJ-Positionspapier: Junge Menschen ernst nehmen!

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2020 das Positionspapier beschlossen:
 
Junge Menschen ernst nehmen!
Die Vorzüge institutionalisierter Beteiligung und gelebter
Beteiligungskultur auf Landesebene für junge Menschen
in stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe erschließen.

In fünf Bundesländern haben sich auf Landesebene Interessenvertretungen von jungen Menschen in stationären Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe gebildet, über die sie sich für ihre Rechte, Interessen und Bedarfe einsetzen können. Mit dem Positionspapier will die AGJ den bundesweiten Ausbau und die Verstetigung landesweiter Interessenvertretungen befördern. Das Papier gibt u. a. einen Einblick in die Struktur, inhaltliche Arbeit und Ziele der bestehenden Gremien und identifiziert wesentliche Gelingensbedingungen nachhaltiger und wirkungskräftiger Interessenvertretung.
Hier lesen Sie das AGJ-Positionspapier (PDF).

Aktuelle Analyse, Daten und Fakten: Der „DJI-Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020“ über das Aufwachsen von unter 25-Jährigen in Deutschland ist erschienen

Mit welchen aktuellen Herausforderungen aufgrund der geänderten Bedingungen der vergangenen Jahre das Aufwachsen in Deutschland verbunden ist, beschreibt das Deutsche Jugendinstitut (DJI) ganz aktuell in einem datenbasierten Sozialbericht, dem „DJI-Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020".
Hier gelangen Sie zum kostenlosen PDF.

Stellungnahme des Bundesjugendkuratorium (BJK) "Junge Erwachsene"

Die im Juni veröffentlichte Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums zu jungen Erwachsenen enthält einige interessante Aspekte und stellt ein wichtiges Diskussionspapier für die Jugendsozialarbeit, mobile Arbeit und die Arbeit mit Care Leavern dar.

Grundperspektive dieser Empfehlungen des Bundesjugendkuratoriums (BJK) ist, jugendpolitisch einen systematischen Blick auf die soziale Teilhabe junger Erwachsener zu werfen. Die soziale Teilhabe junger Erwachsener wird bisher sehr segmentiert in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen von Ausbildung, Bildung, Erwerbsarbeit, Familienförderung, Gesundheit etc. reguliert. Dadurch entstehen unter anderem Friktionen in der Förderung, Parallelstrukturen und konkurrierende Unterstützungslogiken. Es geht darum, wie die Handlungsspielräume im jungen Erwachsenenalter strukturiert sind und wie junge Erwachsene ihre soziale Teilhabe gleichberechtigt gestalten können. Soziale Teilhabe lässt sich demnach „an Chancen oder Handlungsspielräumen messen, eine individuell gewünschte und gesellschaftlich übliche Lebensweise zu realisieren.“

Die Stellungnahme soll dazu anregen, das Lebensalter der jungen Erwachsenen systematisch in Bezug auf das institutionelle Gefüge des Aufwachsens zu diskutieren sowie die unterschiedlichen sozialen Teilhabemöglichkeiten junger Erwachsener in den Blick zunehmen.
Hier lesen Sie die Stellungnahme (PDF).

Vielfalt der Förderinstrumente
in der 21. Sitzung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages diskutiert

Die Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" hat am 04.05.2020 über "Wege in die qualifizierte Erwerbstätigkeit – Spektrum und Erfolgsfaktoren der Förderinstrumente" diskutiert. Auch ging es unter Vorsitz von Dr. Stefan Kaufmann (CDU/CSU) um das Spektrum und die Erfolgsfaktoren der Förderinstrumente.

Für die Anhörung hatte die Kommission externe Sachverständige der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) eingeladen, darunter auch Frank Neises von der Fachstelle überaus des BIBB, der die Struktur des Übergangsbereichs erläuterte und Handlungsoptionen aus den vorliegenden Erkenntnissen zu den Förderinstrumenten ableitete.
Hier gelangen Sie zur Aufnahme der Videokonferenz.

Neues aus dem Kooperationsverbund

Jetzt Ausbildung garantieren – für alle!
Pressemitteilung des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit begrüßt die geplante Unterstützung der Betriebe bei der Fortführung von Ausbildungen sowie dem Erhalt oder der Ausweitung des Ausbildungsangebotes durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit befürchtet allerdings, dass mit den vorgesehenen Maßnahmen ein auswahlfähiges, ausreichendes Angebot für alle Jugendlichen nicht gewährleistet werden kann.
Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 10. Juni 2020 (PDF).

Z W I S C H E N R U F
Impulse für die bevorstehende SGB VIII-Reform  aus Sicht der rechtskreisübergreifenden Förderung  am Übergang von der Schule in den Beruf

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert mit diesem Zwischenruf die Bundesregierung auf, mit der anstehenden SGB VIII-Reform die Jugendsozialarbeit als Handlungsfeld der Jugendhilfe in der rechtskreisübergreifenden Kooperation am Übergang Schule/Beruf im Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken.

Die Corona-Pandemie zeigt gerade, wie fragil die Übergänge von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Ausbildung für einige junge Menschen sein können. Wenn zusätzliche Hürden auftreten, verstärken sich diese Schwierigkeiten noch.

Mit diesem Zwischenruf möchte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit an die Verantwortung der Jugendhilfe appellieren, hier ein stabiles Netz an sozialpädagogischen Hilfen vorzuhalten, um gemeinsam mit den anderen Rechtskreisen berufliche und soziale Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sichern. Der Verbund der Bundesorganisationen der Jugendsozialarbeit fordert, im SGB VIII vier flankierende gesetzliche Einschübe / Veränderungen vorzunehmen, um Jugendliche und junge Erwachsene in der rechtskreisübergreifenden Kooperation am Übergang Schule-Beruf ganzheitlich und passgenau fördern zu können.
Hier lesen Sie den Zwischenruf vom 20. Juni 2020 (PDF).

Veranstaltungen

ACHTUNG: Anmeldefrist verlängert:

17. DJHT „Wir machen Zukunft – Jetzt!“ 2021 in Essen

Vom 18. bis 20. Mai 2021 wird sich auf dem 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag wieder alles um die Generation U27 drehen. Drei Tage lang werden im Essener Messe-/Kongresszentrum aktuelle und brisante Themen rund um 22 Mio. junge Menschen – die Generation U27 im Fokus stehen.

Ausstellerinnen und Aussteller können sich bis zum 31. Juli 2020 bewerben.

Weitere Informationen sind auf der Website www.jugendhilfetag.de zu finden.
Vom 18. bis 20. Mai 2021 wird sich auf dem 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag wieder alles um die Generation U27 drehen. Drei Tage lang werden im Essener Messe-/Kongresszentrum aktuelle und brisante Themen rund um 22 Mio. junge Menschen – die Generation U27 im Fokus stehen.

Ausstellerinnen und Aussteller können sich bis zum 31. Juli 2020 bewerben.

Weitere Informationen sind auf der Website www.jugendhilfetag.de zu finden.
Oben: Bild Mandy Gänsel
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