Rückblick auf die Fachtagung „Schulabsentismus verhindern! Strategien und Konzepte“ vom 05./06. Juni 2018 in Berlin

Auf der zweitägigen Veranstaltung des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit am 5. und 6. Juni in Berlin mit über 60 Teilnehmer/-innen, vornehmlich aus der schulischen Praxis, Mitarbeiter/-innen von Kinder- und Jugendhilfeträgern und Projekten sowie beteiligten Schulpsychologinnen u.a., konnte ein intensiver Austausch zu Praxiserfahrungen und konzeptionellen Ansätzen zur Verhinderung von Schulabsentismus kreiert werden. Der Austausch wurde unterlegt mit Informationen aus der Wissenschaft (Dr. Imke Dunkake, Institut für Bildungsforschung, Bergische Universität Wuppertal und Prof. Dr. Heinrich Ricking, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Projektvorstellungen (siehe Links) und einer Diskussion mit Akteuren aus Verwaltung und Politik (Mareike Bibow, Senatsverwaltung Berlin; Sabine Friedel, Landtagsabgeordnete der SPD in Sachsen; Kolja Fuchslocher, Fraktionsmitarbeiter im Bundestag für die Fraktion DIE LINKE). Wesentliche Erkenntnisse der Tagung sind, dass es noch immer keine aktuellen und aussagekräftigen Zahlen zu Schulabbrüchen in Deutschland gibt und die Wahrnehmung von Schulmüdigkeit und Formen von Absentismus sehr von den einzelnen Schulen und einer vorhandenen oder nicht vorhandenen Strategie der Schule vor Ort abhängt. Viele Ansätze, Konzepte, Ideen sind bereits über die Wissenschaft, kommunale Verwaltungen, einzelne Schulen oder auch Projekte der Kinder und Jugendhilfe entwickelt worden. Die Umsetzung vor Ort steht und fällt mit dem Willen und der Aufmerksamkeit der Schulen, einem frühzeitigen Hinschauen schon ab der Primarstufe, der Bereitschaft mit den verschiedenen Akteuren, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe (Schulsozialarbeit vor Ort bis hin zu Jugendämtern etc.) sinnvoll Konzepte zu entwickeln und umzusetzen sowie die Übergänge von Kita/Schule und Primarstufe/Sekundarstufe in den Fokus zu nehmen. Eine Dokumentation der Veranstaltung folgt in Kürze.

Links zu den vorgestellten Projekten:

Handwerkerinnenhaus Köln „Mädchenprojekt Zukunft - Prävention-Pfiffigunde“
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.handwerkerinnenhaus.org/maedchenprojekt/zukunft.php

good game! Fußballklasse IN VIA Hamburg e.V.
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://invia-hamburg.de/schule/good-game-fussballklasse.html

Projekt “Stellwerk” IB Bad Kreuznach
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.internationaler-bund.de/angebot/4990/

Demokratische Schule X Berlin
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.demokratische-schule-x.de/

 

 

 


Unsere nächste Veranstaltung

24.09.2018 25.09.2018
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so steht es im Grundgesetz, dem Fundament unserer Demokratie. Wie klingt dieser Satz in den Ohren derer, die Hass, Diskriminierung und Gewalt erlebt haben? Was treibt Menschen dazu, bestimmten Gruppen elementare Menschenrechte abzusprechen, sie zu beleidigen, zu verletzen oder gar zu töten? Wo fängt Extremismus an, wie sind Extremismus und Populismus verknüpft und vor allem: Welche Verantwortung hat die Jugendsozialarbeit, wenn es darum geht, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich frei zu entwickeln und Perspektiven für das eigene Leben aufzubauen? Wie können wir jungen Leuten den Mut geben, für sich und andere einzustehen? Woraus können sie das Selbstbewusstsein schöpfen, das sie davor bewahrt, sich extremistischen Gruppen anzuschließen? Wie können wir ihnen zeigen und vorleben, dass es auf jeden jungen Menschen ankommt, dass die Demokratie wertvoll ist und die Würde jedes Einzelnen unantastbar? Mit diesen Fragen wird sich die BAG ÖRT auf ihrer Jahresfachtagung auseinandersetzen.
 Ort: Hotel ABACUS Tierpark Berlin