Paritätischer beschließt Positionierung zur Cannabispolitik

Anfang April 2017 hat der Paritätische ein Positionspapier mit dem Titel „Ein „Weiter so!“ verbietet sich. Cannabispolitik ändern – Jugend schützen“ eine Positionierung zur Cannabispolitik in Deutschland verabschiedet.

Mit dieser Positionierung hat der Paritätische die aktuelle fachliche, politische und gesellschaftliche Diskussion zum Umgang mit Cannabis aufgriffen und Empfehlungen für eine Neubewertung der Cannabispolitik anregt.

Cannabis ist unter den illegalen Drogen weltweit die mit Abstand am häufigsten konsumierte Droge. Das gilt auch für Deutschland. Mehrere Millionen Menschen konsumieren hierzulande regelmäßig Cannabis, unter Jugendlichen wird diese Droge am häufigsten konsumiert. Der Umgang mit Cannabis reicht in Deutschlang von einer hohen Verbreitung des Konsums mit stillschweigender Akzeptanz in der Bevölkerung bis hin zur Kriminalisierung der Konsument/-innen. Daher stellt sich aus Sicht des Paritätischen die Frage, welche politischen und präventiven Strategien im Umgang mit Cannabis sinnvoll und zielführend sind.

Aus Sicht des Paritätischen verfehlt die bisherige Cannabispolitik ihre Ziele. Sie hält weder Jugendliche und Erwachsene davon ab, Cannabis zu konsumieren, noch ist sie in der Lage, den Handel von Drogen nachhaltig zu unterbinden.

Der Paritätische fordert deshalb die Bundesregierung auf, alternative Ansätze zur aktuellen Repressionspolitik bei Cannabis zu entwickeln, den frühzeitigen Zugang zu Prävention und Beratung zu ermöglichen und dauerhaft sicherzustellen sowie Ziele für den Jugendschutz zu definieren, um die cannabisbedingten Probleme junger Menschen zu lösen.


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