Nachteilsausgleich in der beruflichen Ausbildung: Was für wen, wann und wie?

Dokumentation einer Denkwerkstatt. Die Veranstaltung fand am 12. April 2018 in Berlin statt.

Für Jugendliche und junge Erwachsene mit erschwerten Startbedingungen am Übergang Schule-Beruf besteht, wenn ihnen der Weg in eine anerkannte duale Ausbildung oder in eine vollzeitschulische Ausbildung gelungen ist, zu häufig das Risiko im Verlauf der Ausbildung, im Berufsschulunterricht und in den Prüfungen zu scheitern. Damit die Ausbildung gelingen kann und Abbrüche vermieden werden, sind die Hindernisse und Barrieren in den Rahmenbedingungen bzw. im Ordnungsrahmen der Ausbildung und mögliche Lösungen genauer in den Blick zu nehmen.

Der Nachteilsausgleich ist ein wichtiges Instrument, um den Weg in und durch eine inklusive Berufsausbildung zu bereiten. Die Regelungen zum Nachteilsausgleich sind im Berufsbildungsgesetz (§ 65 BBiG) und in der Handwerksordnung (§ 42l HwO) sowie in den Schulgesetzen der Länder verankert.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Gesamtverband hat am 12. April 2018 Fachleute aus der beruflichen und (berufs-)schulischen Bildung, Ausbildungsförderung oder -begleitung und von Kammern und Betrieben zu einer Denkwerkstatt eingeladen, um sich näher mit diesem Instrument zu beschäftigen. Die dokumentierten Diskussionsstränge und Ergebnisse der Denkwerkstatt informieren über die mit Nachteilsausgleich in der Ausbildung verbundenen Möglichkeiten und bieten eine kritische Analyse der Gelingensbedingungen in der Praxis. Sie sollen Impulse zum Weiterdenken für ein gelingendes inklusives Ausbildungssystem setzen.


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24.09.2018 25.09.2018
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – so steht es im Grundgesetz, dem Fundament unserer Demokratie. Wie klingt dieser Satz in den Ohren derer, die Hass, Diskriminierung und Gewalt erlebt haben? Was treibt Menschen dazu, bestimmten Gruppen elementare Menschenrechte abzusprechen, sie zu beleidigen, zu verletzen oder gar zu töten? Wo fängt Extremismus an, wie sind Extremismus und Populismus verknüpft und vor allem: Welche Verantwortung hat die Jugendsozialarbeit, wenn es darum geht, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich frei zu entwickeln und Perspektiven für das eigene Leben aufzubauen? Wie können wir jungen Leuten den Mut geben, für sich und andere einzustehen? Woraus können sie das Selbstbewusstsein schöpfen, das sie davor bewahrt, sich extremistischen Gruppen anzuschließen? Wie können wir ihnen zeigen und vorleben, dass es auf jeden jungen Menschen ankommt, dass die Demokratie wertvoll ist und die Würde jedes Einzelnen unantastbar? Mit diesen Fragen wird sich die BAG ÖRT auf ihrer Jahresfachtagung auseinandersetzen.
 Ort: Hotel ABACUS Tierpark Berlin