Konstituierende Sitzung des Jugendstrategie-Beirats

Laut 15. Kinder- und Jugendbericht ist Jugend eine eigenständige und prägende Lebensphase, in der es darum geht, selbständig zu werden, sich zu qualifizieren und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Das betrachtete Altersspektrum der jungen Menschen liegt zwischen 12 und 27 Jahren, in dieser Altersspanne gibt es 13 Millionen junge Menschen, die 16 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die meisten von ihnen haben kein Wahlrecht.

Es wird darum gehen, bei der Jugend die Vielfalt im Blick zu behalten. Die eigenständige Jugendpolitik kann demnach nur als Querschnittspolitik verstanden werden. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, hat sich am 11. Februar 2019 der Jugendstrategie-Beirat in Berlin konstituiert und im Bundesjungendministerium seine erste Sitzung absolviert. Durch die Beiratsarbeit sollen Jugend, Zivilgesellschaft, Länder und Kommunen in die Entwicklung der Jugendstrategie eingebunden werden. Der Beirat hat die Aufgabe das BMFSFJ zu beraten und den bundespolitischen Strategieprozess zu begleiten sowie einen Beitrag zur Vernetzung von Bundesregierung, Zivilgesellschaft, Ländern und Kommunen zu leisten.
 
Alle Beiratsmitglieder sind persönlich berufen worden. Für den Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit wurde Birgit Beierling, in ihrer Funktion als Sprecherin des Kooperationsverbundes, in den Beirat berufen.
 
Nach den Plänen des Ministeriums soll es noch in diesem Jahr einen Kabinettsbeschluss zur Jugendstrategie der Bundesregierung geben. Dieser Beschluss soll auf der Basis der Analyse der Situation junger Menschen konkrete Handlungsansätze und -aufträge für eine zukünftige Politik der Bundesregierung enthalten. Es sollen damit nachhaltige Schritte eingeleitet werden, die auch für weitere Legislaturperioden  Gültigkeit haben.
 
Um den Kabinettsbeschluss vorzubereiten, wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese trifft sich quartalsweise und soll gemeinsame Handlungsprinzipien der Bundesregierung formulieren. Jugendpolitik wird hier als Ordnungspolitik verstanden, so dass die Gestaltung der Lebenslage junger Menschen in den Fokus gerät.
 
Die interministerielle Arbeitsgruppe hat sich folgende Themen gesetzt:

  • Bildung & Arbeit, Freiräume
  • Mobilität und Digitales
  • Stadt & Land, Wohnen und Kultur
  • Umwelt
  • Gesundheit (inkl. Ernährung)
  • Vielfalt &Teilhabe
  • Zukunft, Generationendialog, Jugendbilder
  • Beteiligung & Engagement, Demokratie
  • Europa & die Welt
  • Sicherheit

Es bleibt nicht nur abzuwarten, zu welchen Ergebnissen die interministerielle Arbeitsgruppe kommt, sondern auch, wie die Arbeit des Jugendstrategie-Beirates mit Leben gefüllt werden kann.


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