In gemeinsamer Verantwortung

Jugendhilfe und Jobcenter fördern zusammen schwer erreichbare Jugendliche

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Förderung von schwer zu erreichenden jungen Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf. Damals und heute fordert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit pädagogische Förderkonzepte ein, deren Grundlage Beziehungsangebote darstellen sowie aufsuchende Arbeitsansätze und niedrigschwellige Zugänge enthalten.

Als der Bundesgesetzgeber im Jahr 2016 den Paragraphen 16h in das Sozialgesetzbuch II einfügen wollte, hat sich der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit zu Wort gemeldet. Begrüßt hat der Zusammenschluss von sieben Bundesorganisationen der Jugendsozialarbeit, dass die schwer zu erreichenden Jugendlichen zwischen Jugendhilfe und Arbeitsförderung endlich in den Fokus der Politik gerückt sind. Gefordert hat der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit, dass die Jugendhilfe durch den neuen Paragraphen 16h im SGB II nicht aus der Verantwortung genommen werden darf. Für Jugendliche mit hohem Unterstützungsbedarf muss – so die Forderung des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit – eine jugendgerechte Förderung sichergestellt werden.

Diese Angebote müssen damit freiwillig (und sanktionsfrei) erfolgen, an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert sein und den jungen Menschen Respekt und Wertschätzung entgegenbringen. Um das sicher zu stellen, sollten die Erfahrungen von anerkannten Trägern der Jugendhilfe mit regionaler Verankerung auch für die Durchführung der Förderung nach § 16h SGB II genutzt werden. Zudem sind die Rahmenbedingungen der Fördermaßnahmen so auszugestalten, dass eine vertrauensvolle Arbeit mit den Jugendlichen auch umsetzbar ist.

Mit diesem Blick begleitet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit die Umsetzung dieses neuen Förderinstrumentes und mischt sich immer wieder mit Anregungen für eine qualitätsvolle Praxis in die Fachdiskussionen ein. Vor diesem Hintergrund ist auch diese Beispielsammlung entstanden. Die vorliegende Broschüre wurde durch die federführende Bundesorganisation für den Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit erstellt.

Der Paritätische Gesamtverband ist – zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit – in der Federführung im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit für das Themenfeld der „Stärkung der Jugendsozialarbeit in der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit am Übergang Schule-Beruf“ zuständig und beabsichtigt mit dieser Broschüre, Anregungen für eine Kooperation von Jugendhilfe und Jobcenter in der Umsetzung des § 16h SGB II zu geben und dafür zu werben, erfahrene Jugendhilfeträger in der Region mit guter Vernetzung in die Hilfesysteme hinein für die Förderdurchführung zu gewinnen.


Unsere nächste Veranstaltung

18.05.2021 20.05.2021
Bereits heute lohnt es sich den Termin für den 17. DJHT im Kalender zu notieren. Dieser findet in der Zeit vom 18. bis 20. Mai 2021 in Essen statt. Der DJHT gilt als die größte Fachmesse der Kinder- und Jugendhilfe in Europa, bei der sich verschiedene Angebote hervorragend ergänzen und für Träger, Verbände, Organisationen und Fachkräfte gleichermaßen eine bunte Palette an Angeboten – vom Messestand bis zu hochkarätigen Fachvorträgen und Diskussionsrunden - bieten.