Broschüre „In gemeinsamer Verantwortung – Jobcenter und Jugendhilfe fördern zusammen schwer zu erreichende junge Menschen“ veröffentlicht

Im Vorfeld des geplanten Fachtages am 18. September 2019 in Bielefeld, ist die Broschüre mit dem Titel „In gemeinsamer Verantwortung – Jobcenter und Jugendhilfe fördern zusammen schwer zu erreichende junge Menschen“ mit den sieben Praxisbeispielen veröffentlicht worden. Der Paritätische Gesamtverband hat in Kooperation mit den sieben Bundesorganisationen der Jugendsozialarbeit und im Rahmen seiner Themenfederführung für gelungene rechtskreisübergreifende Kooperationen am Übergang von der Schule in den Beruf im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit die Broschüre erarbeitet. Darin werden sieben Praxisbeispiele aufgegriffen und dargestellt, die für eine gemeinsame Förderung schwer zu erreichender junger Menschen durch Jobcenter und Jugendhilfe stehen.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit ist davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Förderung dieser Jugendlichen die Grundsätze und Rahmenbedingungen der Jugendhilfe gebraucht werden, selbst dann, wenn das SGB II im § 16h die Förderung (mit) übernimmt. Wie eine gute Umsetzung und Zusammenarbeit aussehen kann, ist Gegenstand dieser Broschüre.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Förderung von schwer zu erreichenden jungen Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf.  Er fordert, dass die Jugendhilfe durch den neuen Paragraphen 16h im SGB II nicht aus der Verantwortung genommen werden darf. Für Jugendliche mit hohem Unterstützungsbedarf muss eine jugendgerechte Förderung sichergestellt werden, die freiwillig (und sanktionsfrei) erfolgen muss. Diese muss an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert sein und den jungen Menschen Respekt und Wertschätzung entgegenbringen. Mit diesem Blick begleitet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit die Umsetzung dieses neuen Förderinstrumentes (§ 16h SGB II) und mischt sich immer wieder mit Anregungen für eine qualitätsvolle Praxis in die Fachdiskussionen ein. Mit dieser Zielsetzung ist auch die vorliegende Broschüre entstanden.


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20.11.2019 21.11.2019
In den letzten Jahren sind gesellschaftspolitische Entwicklungen durch anhaltende Tendenzen zu verstärktem Rechtspopulismus, Diskriminierung und Rassismus gekennzeichnet. Staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen setzen insbesondere auf „Demokratiebildung“. Gefordert wird häufig, dass diese mit zu den Schwerpunkten sämtlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder gehören muss.