Ausbildung für alle jungen Menschen ermöglichen

Jedes Jahr macht der Berufsbildungsbericht deutlich, wie viele junge Menschen nach wie vor ohne Ausbildung und damit ohne nachweislichen Abschluss bleiben. Ausbildung und berufliche Qualifizierung sind wichtige Voraussetzungen auf dem Weg in ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben junger Menschen.

Eine berufliche Ausbildung erhöht folglich nicht nur die Chance auf finanzielle Unabhängigkeit durch stabile Einmündung in den Arbeitsmarkt, sondern steht vielfach auch für eine gelingende Jugendphase. Vor diesem Hintergrund kommt dem Anspruch auf Berufsausbildung für alle jungen Menschen eine besondere Bedeutung zu. Der Paritätische hat daher Ansätze und Überlegungen entwickelt, wie diesem Anspruch zukünftig stärker Rechnung getragen werden kann. 
 
Danach sollten vorrangig alle Möglichkeiten im Regelsystem der beruflichen Ausbildung genutzt und gestärkt und die Unterstützungssysteme ausgebaut werden. Dennoch werden zusätzliche, strukturell unterstützte Ausbildungsplätze durch Unternehmen und Bundesländer, aber auch mehr öffentlich geförderte Ausbildungen für Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch die Arbeitsförderung benötigt. Für Jugendliche, deren Unterstützungsbedarf mit Blick auf die Persönlichkeitsentwicklung groß ist, soll eine umfassende Ausbildungsförderung über die Jugendhilfe nach § 13 Abs. 2 SGB VIII erfolgen. Um diese entsprechend absichern zu können, soll die rechtliche Ermöglichung von Ausbildung im SGB VIII § 13 Abs. 2 entsprechend gestärkt werden.


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20.11.2019 21.11.2019
In den letzten Jahren sind gesellschaftspolitische Entwicklungen durch anhaltende Tendenzen zu verstärktem Rechtspopulismus, Diskriminierung und Rassismus gekennzeichnet. Staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen setzen insbesondere auf „Demokratiebildung“. Gefordert wird häufig, dass diese mit zu den Schwerpunkten sämtlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder gehören muss.