Aufruf: Gute Beispiele zur Umsetzung des neuen § 16h SGB II „Förderung schwer zu erreichender junger Menschen“ gesucht!

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit möchte gute Praxisbeispiele zur Umsetzung des § 16h SGB II sammeln, um sie in einer Broschüre des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit veröffentlichen zu können.

Die Praxisbeispiele sollten aus unserer Sicht folgende Qualitätsbedingungen erfüllen:

  • Das Förderangebot passt in die Förderlandschaft der Region.
  • Das Förderangebot ist für die jungen Menschen freiwillig.
  • Durchführender Träger ist ein Jugendhilfeträger.
  • Die Ausgestaltung ist zwischen Jugendhilfe und SGB-II-Träger vereinbart.
  • Die Jugendhilfe beteiligt sich an der Finanzierung (mindestens bei notwendiger Weiterbegleitung der Jugendlichen, die vom SGB-II-Träger - ab einem bestimmten Zeitpunkt - nicht mehr gefördert werden dürfen).
  • Die Umsetzung erfolgt auf dem Wege der Projektförderung und des Zuwendungsrechtes
  • Das Förderangebot wird langfristig angeboten (möglichst 3 Jahre).

Wir bitten Sie um einen Hinweis, in welchen Regionen es entsprechende Beispiele geben könnte bzw. darum, dass sich durchführende Träger melden, deren Umsetzung des §16h SGB II sich einigermaßen in die aufgeführten Qualitätsbedingungen einfügt.

Rückmeldungen bitte unter: E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailjsa(at)paritaet.org
 
Hintergrund:
 
Der Paritätische Gesamtverband hat in seiner Federführung für den Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit schon während des Gesetzgebungsprozesses den neuen Fördertatbestand unter § 16h SGB II begleitet. Auf der Grundlage unserer Forderung, dass die Jugendhilfe (Jugendsozialarbeit) in der Verantwortung bleiben muss, haben wir uns letztendlich für eine gemeinsame Umsetzung von Jugendhilfe und SGB II ausgesprochen.

Inzwischen gibt es einige Erfahrungen in der Umsetzung durch gemeinsame Einrichtungen und zugelassene kommunale Träger, über den Weg der Projektförderung und über den Weg der Vergabe, mit und ohne Beteiligung der Jugendhilfe in der Gestaltung und Finanzierung, mit kurzen und längeren Durchführungszeiträumen und völlig unterschiedlichen Konzepten vor Ort. Dazu kommt, dass sowohl die Zielgruppe der SGB II-Kund*innen unter 25 Jahren im Blick ist, die durch die anderen Instrumente nicht mehr erreicht werden, als auch die Zielgruppe derer, die zurzeit keine SGB II-Leistungen erhalten, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber leistungsberechtigt wären.
 
Mit guten Praxisbeispielen wollen wir zu einer qualitätsvollen Umsetzung der Förderung schwer zu erreichender junger Menschen nach § 16h SGB II beitragen.


Unsere nächste Veranstaltung

05.09.2019 06.09.2019
Rund 43 % der Schüler*innen in Deutschland zwischen 10-18 Jahren sind oft bis sehr oft „gestresst“ (IFT Nord 2017). Auch Stress-Symptome scheinen zuzunehmen (Ravens-Sieberer/Klasen 2014). Seit der Ottawa-Charta der WHO (1986), die einen Paradigmenwechsel schulischer Gesundheitserziehung eingeläutet hat, haben Schulen (als Lern- & Lebensort) den Auftrag Gesundheitsförderung zu leisten. Das wirft die Frage auf: Wie kann der Lern- & Lebensort Schule eine gesunde psychische und physische Entwicklung von jungen Menschen fördern?