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Dokumentationsmaterial zum Fachlichen Diskurs "Mitnehmen statt abhängen. Bildung wirksam gestalten" stattgefunden am 22.04.10 in Berlin

Zu diesem Fachlichen Diskurs die der PARITÄTISCHE Landesverband Berlin in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN Gesamtverband veranstaltet hat, stehen jetzt die Vortragsmaterialien bereit.

Tagungsprogramm (75 KB)

Viele Jugendliche mit sozialen und persönlichen Schwierigkeiten scheitern in Deutschland am traditionellen Bildungssystem. Um alle Kinder und Jugendliche für nachhaltige Bildungsprozesse motivieren zu können, bedarf es offener, flexibler Bildungskonzepte, die formale und non-formale Bildungsgelegenheiten verknüpfen. Produktionsschulen als Schulen außerhalb des regulären Schulsystems bieten mit der Verbindung von Arbeiten und Lernen alternative Konzepte. Allgemeinbildende Schulen setzen mit Schülerfirmen, werkpädagogischen Klassen oder anderen innovativen Angeboten immer häufiger auch auf produktionsorientieres Lernen, häufig in Kooperation mit Jugendhilfepartnern. Diese Angebote fest in schulischen Konzepten zu verankern, als eine Grundlage invidualisierten Lernens, um es allen SchülerInnen zu ermöglichen, bleibt eine große Herausforderung.

Der bundesweite fachliche Diskurs zeigte den aktuellen Entwicklungsstand von Produktionsschulen in Deutschland auf und gab Einblick in innovative Praxis produktionsorientierten Lernens in allgemeinbildenden Schulen in Kooperation von Jugendhilfe und Schule. Grundlage war zunächst eine einführende Betrachtung des deutschen Bildungssystems und aktueller entwicklungsbedingter Erkenntnisse, mit entsprechenden Schlussfolgerungen für eine zeitgemäße Bildungspraxis. Zielsetzung war gelingende Praxis in den Mittelpunkt zu rücken, zu deren Verbreitung beizutragen und Konsequenzen zu ziehen.

Inputs

SEID INS GELINGEN VERLIEBT UND NICHT INS SCHEITERN VERNARRT! (Ernst Bloch)

Über die Chancen gelingenden Lebens durch die Kooperation von Schule, Jugendhilfe und produktionsorientiertem Lernen. (Otto Herz - Pädagoge, Psychologe ...)

zur Zustandsbeschreibung des deutschen Bildungssystems:

"….Kinder des 21. Jahrhunderts werden von Lehrern des 20. Jahrhunderts, in einem Schulsystem des 19. Jahrhunderts unterrichtet … ."

zu "Prägung" und "Typenzuordnung" von Kindern bei Schuleintritt:

1. HE-Typ (Hoffnung auf Erfolg, pos. Umgang mit Herausforderungen)

2. FM-Typ (Furcht vor Misserfolg, neg. Umgang mit Herausforderungen)

Änderungen sind möglich! „Alles Gelernte kann umgelernt werden“.

zu Konsequenzen für Bildungseinrichtungen:

1. Lernlandschaften gestalten (Menschen sind in unterschiedlichen Systemen erfolgreich)

2. Lehrerrolle definieren als soziale Mitgestalter, soziale Architekten (keine reine Fachvermittlung)

3. Veränderungen möglich machen (Bildungsziele festlegen, hinterfragen)

ABC der guten Schule (4288 KB)

Weitere Materialen siehe www.otto-herz.de

Von Netzen und Netzwerken:

Produktionsschulen und produktionsorientiertes Lernen in Kooperation mit Jugendsozialarbeit.

Dr. phil. Cortina Gentner (Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg)

Vortrag Dr. phil. Cortina Gentner (579 KB)  

Weitere Infos, Materialien siehe www.ichblickdurch.de

Praxisansatz 

Produktionsschule im Kooperationsverbund an Schulen (PiKaS)

Karl Antony (Pestalozzi-Fröbel-Haus Stiftung des öffentlichen Rechts, PFH)

Produktionsorientiertes Arbeiten in der Schule (2473 KB)

Norbert Schütte (Ellen Key Schule)

Ellen-Key-Schule – Perspektive Duales Lernen (1478 KB)

aus der Podiumsdiskussion zu Entwicklungen und Perspektiven von Produktionsschulen, produktionsorientiertem Lernen.

Vertretung auf dem Podium: Hans Weißmann (BMBF), Dr. phil. Cortina Gentner (BSB Hamburg), Siegfried Arnz (SenBWF Berlin), Monika Herrmann (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin), Eleonore Bausch (IHK) Norbert Schütte (Ellen Key Schule), Karl-Heinz Theußen ( Der PARITÄTISCHE Gesamtverband), Bernd Reschke (Bundesverband Produktionsschulen), Moderation: Tilman Zschiesche (ibbw, Niedersachsen).

Notizen Podiumsdiskussion

Notizen (7 KB)