Integrationshilfen für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Im PARITÄTischen bieten mehr als 500 Mitgliedsorganisationen
spezialisierte Dienste, Projekte und Maßnahmen für Bürgerinnen und
Bürger mit Migrationshintergrund an. Häufig handelt es sich dabei um
Migranten-
Selbstorganisationen oder um deutsch-ausländische
Vereine. Aber auch andere Mitgliedsorganisationen bieten
migrationsspezifische Projekte und Dienstleistungen an.
Im Bereich der Jugendsozialarbeit umfasst dies ein weites Spektrum an
Aktivitäten. Schwerpunkte liegen bei der Schulsozialarbeit, bei
Angeboten zur Unterstützung beim Übergang Schule–Beruf sowie im Bereich
der Prävention. Zahlreiche Projekte zielen
mit kulturellen,
gemeinwesenorientierten Maßnahmen auf die bessere Eingliederung der
Jugendlichen in das Wohnumfeld ab. Die Stärke vieler dieser Projekte
liegt vor allem in ihrer lokalen Verankerung und insbesondere auch in
der Partizipation der Migranten und Flüchtlinge.
Jugendmigrationsdienste
Die paritätischen Einrichtungen haben sich darüber hinaus immer dadurch
ausgezeichnet, dass sie sich als Anwalt der Betroffenen verstehen und
sich einmischen. Grundlage für die bundesgeförderte Arbeit mit
Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Programm 18 des Kinder-
und Jugendplanes des Bundes. Diese Aufgaben sollen vor allem von den
Jugendmigrationsdiensten
(JMD) wahrgenommen werden. Durch sie sollen folgende Zielgruppen angesprochen
werden:
- Neu zugewanderte Jugendliche bis maximal 27 Jahre, die voraussichtlich dauerhaft in der Bundesrepublik bleiben werden,
- Jugendliche bis maximal 27 Jahre mit Migrationshintergrund,
- Mitarbeiter/innen, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen in den sozialen Netzwerken, die für Migrant(inn)en relevant sind.
(vgl. BMFSFJ (2003):Grundsätze zur Durchführung und Weiterentwicklung
des Programms 18 im Kinder und Jugendplan des Bundes (KJP)
„Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund“, Bonn,in: www.bagjaw.de, Stand: 12. März 2004).
