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Integrationshilfen für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Im PARITÄTischen bieten mehr als 500 Mitgliedsorganisationen spezialisierte Dienste, Projekte und Maßnahmen für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund an. Häufig handelt es sich dabei um Migranten-
Selbstorganisationen oder um deutsch-ausländische Vereine. Aber auch andere Mitgliedsorganisationen bieten migrationsspezifische Projekte und Dienstleistungen an.

Im Bereich der Jugendsozialarbeit umfasst dies ein weites Spektrum an Aktivitäten. Schwerpunkte liegen bei der Schulsozialarbeit, bei Angeboten zur Unterstützung beim Übergang Schule–Beruf sowie im Bereich der Prävention. Zahlreiche Projekte zielen
mit kulturellen, gemeinwesenorientierten Maßnahmen auf die bessere Eingliederung der Jugendlichen in das Wohnumfeld ab. Die Stärke vieler dieser Projekte liegt vor allem in ihrer lokalen Verankerung und insbesondere auch in der Partizipation der Migranten und Flüchtlinge.

Jugendmigrationsdienste

Die paritätischen Einrichtungen haben sich darüber hinaus immer dadurch ausgezeichnet, dass sie sich als Anwalt der Betroffenen verstehen und sich einmischen. Grundlage für die bundesgeförderte Arbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Programm 18 des Kinder- und Jugendplanes des Bundes. Diese Aufgaben sollen vor allem von den Jugendmigrationsdiensten
(JMD) wahrgenommen werden. Durch sie sollen folgende Zielgruppen angesprochen
werden:

Eine wesentliche Aufgabe der JMD ist dabei die individuelle Begleitung von nicht mehr schulpflichtigen jungen Neuzuwanderern in Form von Case-Management. Kompetenzen und Ressourcen der zu begleitenden Person werden ermittelt. Daraus wird ein individueller Integrationsförderplan erstellt, der auch im Lebensumfeld vorhandene Ressourcen einbezieht.

(vgl. BMFSFJ (2003):Grundsätze zur Durchführung und Weiterentwicklung des Programms 18 im Kinder und Jugendplan des Bundes (KJP)
„Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund“, Bonn,in: www.bagjaw.de, Stand: 12. März 2004).